Totgeburt

medizinisch: Intrauteriner  Fruchttod
Bei einem Drittel der Totgeburten ist die Ursache unbekannt. Bei den anderen sind es schwere Defekte beim Kind oder eine Variante der Mangelversorgung des Kindes. Nach dem Tod des Kindes in der Gebärmutter verschwinden als erstes die Schwangerschaftshormone aus dem Blut und damit die Schwangerschaftsempfindungen. Es kann auch sein, das eine schnelle Gewichtsabnahme einsetzt, weil das Fruchtwasser resorbiert wird. Deshalb Gewichtsabnahme in der Schwangerschaft immer sofort abklären lassen. Durch eine Ultraschalluntersuchung kann sehr schnell und einfach gesehen werden, ob das Kind noch lebt. Die Wehen setzen meist 2-3 Tage nach dem Tod ein - auch deswegen: bei Wehen zum Arzt!   Man sollte darauf drängen daß das tote Kind sofort entbunden wird, die psychische Belastung, ein totes Kind zu tragen ist zu groß! Die Frau sollte sich zwischen Kaiserschnitt und vaginaler Entbindung (wenn Medizin. möglich) entscheiden können. Beim Kaiserschnitt muss sie nicht das tote Kind selbst gebären, hat aber die Operationsbeschwerden. Bei der vaginalen Entbindung ist eine gute Betreuung nötig und mehr Schmerzmittel, da die Wehen schmerzhafter und verzweifelter empfunden werden als normal. Die vaginale Entbindung hat den Vorteil, das sich Mutter und auch Vater von ihrem Kind langsam verabschieden können, dies hilft oft in der Trauerarbeit.     

 

Tod geboren

 

Ein Frauenarzt in New Orleans, namens Jason Collins glaubt, eine wichtige Spur entdeckt zu haben. Er befragte die Eltern von 400 Totgeburten und entdeckte einen merkwürdigen Zufall. „Alle Babys starben zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens.“ Collins spekuliert, dass die Nabelschnur viel öfter beteiligt ist, als bisher bekannt. „Wenn die Mütter sich hinlegen, sinkt der Blutdruck. Für das Baby ist das unbehaglich, also bewegt es sich mehr und verwickelt sich in der Nabelschnur.“ Es muss sich nicht gleich erwürgen, es reicht schon, wenn es sich selbst die Sauerstoffzufuhr abklemmt. Würde es sich bewahrheiten, ließen sich viele Totgeburten möglicherweise ganz einfach vermeiden, etwa indem der Arzt der Schwangerin ein Blutdruckmittel verordnet oder den Herzschlag des Babys öfter prüft, um im Notfall per Kaiserschnitt einschreiten könnte. Collins glaubt, dass sich so jede zweite Totgeburt verhindern ließe. Doch weil es keine handfesten Daten gibt, lässt sich das bisher weder beweisen, noch widerlegen.

 

"DIE ZEIT" von Ute Eberle

 

 

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